dresden1302 | 28 Mai, 2009 08:36
Am 13. Mai 2009 erschien auf dem Portal literaturkritik.de eine Rezension über den Umgang und die Verarbeitung der Bombardierung deutscher Städte in der deutschen und internationalen Literatur. Ausgangspunkt ist die Aussage des verstorbenen deutschen Literaturwissenschaftlers W.G. Sebald von 1999, dass die Zerstörung deutscher Städte in der deutschen Nachkriegsliteratur nur unzureichend behandelt bzw. gar verdrängt wurde. Der Autor des Artikels widerlegt diese Behauptung und zeichnet exemplarisch die Entwicklung im literarischen Diskurs nach. Dabei werden auch Parallelen zur Propaganda zwischen Josef Goebbels und der Berichterstattung zur Begründung des Kosovokriegs 1999 gezogen. Allein schon wegen der Literaturhinweise, in der besonders die Hinweise auf Sichtweisen von Augenzeugen aus dem Ausland zu nennen sind, machen diesen Artikel zur Pflichtlektüre.
dresden1302 | 01 Mai, 2009 16:43
Folgendes Flugblatt wurde heute während der Nazidemo in der Innenstadt verteilt:
[siehe auch Bericht auf Indymedia]
Sehr geehrte Passantinnen und Passanten,
die NPD veranstaltet heute, am 1. Mai in Dresden eine Demonstration unter dem Motto: "Heimische Wirtschaft und Arbeitsplätze schützen – Heuschrecken bekämpfen". Unabhängig davon, ob Sie die 'Kameraden' zu Gesicht bekommen haben oder nicht – wir möchten Ihnen mit einigen zusätzlichen Informationen helfen, sich ein vollständiges Bild über die so genannte 'Nationale Opposition' machen zu können. (weiter)
dresden1302 | 14 April, 2009 11:34
Nachdem Innenminister Buttolo in der Plenardebatte am 13.3.09 die Beantwortung der Frage nach dem Polizeikonzept im Einzelnen auf die noch laufenden Kleinen Anfragen von Abgeordneten verschoben hatte, zeigen die nun verfügbaren Antworten der Staatsregierung, dass Buttolo keineswegs die Absicht hatte, die Vorgänge am 14.2.2009 detailliert aufzudecken. Im Gegenteil, es wird in den Antworten dreist gelogen oder Unwissenheit vorgeschützt. Einige der Dokumente seien im folgenden verlinkt und kommentiert.
Alle hier genannten Antworten finden sich auch im Überblick über die Kleinen Anfragen.
Aus den Antworten wird jeweils nur kurz zitiert, die vollständige Antwort,
inclusive Fragen und Vorbemerkungen, ist jeweils im Link mit der
Drucksachennummer enthalten. (weiter)
dresden1302 | 03 April, 2009 11:30
dresden1302 | 23 März, 2009 18:23
Die Tatsache, dass Nazidemos sehr viel sanfter als Antifademos von der Polizei behandelt werden, selbst bei größerer Gewaltätigkeit von der Nazidemo aus, wird noch einmal von einer Nazi-Aussteigerin berichtet - aus der Innensicht quasi. Sie war offenbar am 14.2. auf der No pasarán-Demo und äußert sich so: "In Dresden war ich nun erstmals bei der Gegendemo. Märsche habe ich ja viele mitgemacht. Hab auch mal auf einen "Bullen" mit dem Megaphon eingeschlagen. Bei der Antifa wurde ich aber prompt festgenommen, obwohl ich nichts getan hatte - zum ersten Mal. Mit den Nazis geht die Polizei anders um. Glauben die Exkameraden ja nicht." (weiter)
dresden1302 | 23 März, 2009 16:19

Nachgereicht: Fotos zum Bericht von der Landtagssitzung am 13. März, als der Polizeieinsatz am 14.2. kurz debattiert wurde.
No pasarán war vor dem Landtag mit Transparenten präsent und verteilte Flugblätter mit der Zusammenfassung des Polizeieinsatzes.
(weiter)
dresden1302 | 14 März, 2009 22:46
dresden1302 | 11 März, 2009 15:39
dresden1302 | 04 März, 2009 19:26
dresden1302 | 26 Februar, 2009 19:16
dresden1302 | 25 Februar, 2009 18:36
Folgender Termin ist unbedingt zum Hingehen für alle Linken empfehlenswert, auch der Umgang mit der No pasarán-Demo wird explizit thematisiert werden. Am Einlass zum Landtag müssen (generell) die Personalien abgegeben werden.
"In Auswertung der Demonstrationen gegen den Nazi-Aufmarsch am 13. und 14. Februar 2009 in Dresden veranstaltet die Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag
am Dienstag, dem 3. März 2009, 18.00 – ca. 20.30 Uhr,
im Raum A 400 des Sächsischen Landtages, Bernhard-von-Lindenau-Platz 1, 01067 Dresden,
eine Anhörung zum Thema:
„Brauner Schatten auf dem Gedenken“: Europaweit größter Naziaufmarsch seit 1945, Großeinsatz der Polizei in Dresden und Überfall Rechtsradikaler auf Gegendemonstranten. Informationsveranstaltung und Anhörung mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft.
Auf der Grundlage von Experten- und von Augenzeugenberichten zum Nazi-Aufmarsch, zum Polizeieinsatz und zum Bürgerprotest soll gemeinsam eine Gesamteinschätzung des zivilgesellschaftlichen Engagements und der Polizeistrategie erstellt werden, sowie mit Betroffenen und dem Publikum über die gewonnenen Erfahrungen und Konsequenzen diskutiert und einen Ausblick auf das Jahr 2010 gewagt werden."
Zeitplan: (weiter)
dresden1302 | 22 Februar, 2009 02:50
Das skandalöse Ende der Demo am 14.2.09 kann gar nicht oft genug gezeigt werden. Auch hier wieder zeitlich streng chronologisch und mit touristischem Wert, zur Wiedererkennung der Örtlichkeiten im nächsten Jahr. Special: Mit zwei Übersichtskarten am Anfang. (weiter)
dresden1302 | 22 Februar, 2009 02:14
Fotos und Videos von der Demo am 14.2.09 gibts zur Genüge, unsere Kollektion bietet den etwas anderen Blick auf die Demonstration und ihre grüne Polizei-Begleitung: Leicht schräg, ästhetisch und mit touristischem Wert - damits auch nächstes Jahr wieder mit der Orientierung klappt. Alle Bilder in chronologischer Reihenfolge. (weiter)
dresden1302 | 17 Februar, 2009 18:39
Kritiken am Polizeieinsatz: Von Bürger.Courage (15.2.), Grüner Jugend (16.2.) und Ulla Jelpke von der Linken (16.2.)
Um den Gegensatz, nämlich die ausgesprochen freundliche Behandlung der Nazis durch die Polizei deutlich zu machen, hier noch der Link zum Bericht von Andrea Röpke im "Blick nach Rechts" zum Naziaufmarsch: bnr.de/bnraktuell/brandaktuell/gespenstischestreiben
Ein Kommentar zur Presseberichterstattung über den Neonaziaufmarsch in Dresden von Radio F.R.E.I., Erfurt: "Im Zerrspiegel der Presse, oder: heißt die Antwort wirklich Dresden?" vom 17.02.2009, Länge: 6:40 Minuten, hier zu downloaden und anzuhören: freie-radios.net/portal/content.php?id=26384
dresden1302 | 16 Februar, 2009 19:14
Ein Indymedia-Artikel fasst die Ereignisse zusammen:
Am 13.2. das offizielle Gedenken am späten Vormittag auf dem Heidefriedhof, noch immer mit den Nazis; der Fackelmarsch der Nazis am Abend und die Gegenkundgebung mit 700 Antifas.
Dann der 14.2. mit dem Naziaufmarsch und der No pasarán-Demo mit 4.000 Antifas und dem von der Polizei provozierten Ende der Demo unweit der Nazidemo, und die Ereignisse im Nachgang; Geh Denken, Polizeiübergriffe und Verletzte sowie Pressehetze.
(weiter)
dresden1302 | 16 Februar, 2009 13:46
dresden1302 | 16 Februar, 2009 11:22
Als unsere Demonstration in die Schloßstraße einbog, wurden Demonstrationsteilnehmer von der Polizei angegriffen. Die Angriffe waren so heftig, dass wir die Demonstration auflösen mussten. Obwohl unsere Route bis zum etwa noch 300 Meter entfernten Theaterplatz angemeldet war, sperrte die Polizei die Straße und ging auf Höhe Taschenbergpalais massiv gegen die Demonstranten vor. Obwohl diese sich bisher defensiv verhalten hatten. Mit Pfefferspray und Schlagstöcken wurden dutzende DemonstrantInnen verletzt. Besonders schwere Verletzungen riefen die Bambusrohrschlagstöcke einer ungekennzeichneten Einheit hervor.
Schickt Gedächtnisprotokolle sowie Bild- und Filmaterial, welches den brutalen Einsatz der Polizeikräfte zeigt oder beschreibt an 13februar -at- riseup.net oder mail@addn.me (Alternative Dresden News).
dresden1302 | 15 Februar, 2009 12:20
4000 Menschen demonstrierten friedlich und entschlossen, bis die Polizei in der Innenstadt, wenige hundert Meter von den Nazis entfernt die Lage eskalierte, in dem sie auf der Schloßstraße die vom Ordnungsamt gewünschte und gerichtlich zugewiesene Route dichtmachte und auf die AntifaschistInnen einschlug. Auch mit Verhandlungen war es nicht mehr möglich die Demo fortzusetzen. (weiter)
dresden1302 | 13 Februar, 2009 23:31
14.2., 17 Uhr: erster Bericht auf Indymedia
14.2.: erste Berichte auf recherche-ost.com: Angriffe auf Journalisten, Großaufmarsch der Geschichtsrevisionisten
Die Demonstration wird um 11:00 Uhr am Jorge-Gomondai-Platz (Albertplatz) beginnen und von dort in die Innenstadt (Altstadt) gehen.
13 Uhr: Das Oberverwaltungsgericht in Bautzen hat gegen No pasarán entschieden. Damit darf die Demonstration NICHT am Hauptbahnhof beginnen. Die Entscheidung ist unanfechtbar. Gegen 18:00 Uhr wird das Bündnis bekannt geben, von wo aus die Demo starten wird.
Bericht und Fotos vom späten Vormittag des 13.2. auf dem Heidefriedhof bei Recherche Ost
Bericht von der Kundgebung 'Keine Versöhnung mit Deutschland' bei indymedia.
Bericht und Fotos von der abendlichen Naziaufmarsch am 13.2. mit 1100 Nazis bei Recherche Ost
dresden1302 | 13 Februar, 2009 18:44
Aktuelle Pressemitteilung zur Abweisung der Klage durch das Oberverwaltungsgericht in Bautzen. Unser Treffpunkt zur Demonstration am 14.2. ist 11 Uhr Jorge-Gomondai-Platz (unmittelbar am Albertplatz). Die Demonstrationsroute führt in die Altstädter Seite der Innenstadt. (weiter)
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