13. und 14. Februar 2009 in Dresden

Aufruf zur Antifaschistischen Demonstration in Radeberg am 28. August 2010

26 Juli, 2010 21:32


In Radeberg, welches in unmittelbarer Nähe von Dresden liegt, ruft die Autonome Antifa Radeberg zur Demonstration gegen Nazis und Alltagsrassismus auf:

Antifademonstration in Radeberg 28. August 2010

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10. Juli Gera: "Rock für Deutschland“ blockieren, sabotieren, verhindern..... - Anreise aus Dresden

05 Juli, 2010 12:00


Am 10.07.2010 findet in Gera eines der letzten Großereignisse der Neonaziszene statt, das jährlich stattfindende „Rock für Deutschland“. Im Jahr 2009 fanden sich 4000 Neonazis auf der Spielwiese in Gera ein und konnten ungestört dem NPD-Bundesvorsitzenden Udo Voigt oder der „Lunikoff Verschwörung“ zuhören. Das Festival, eine Mischung zwischen politischen Hetzreden und Rechtsrockkonzerten, mobilisiert nahezu alle Subkulturen der Neonaziszene und dient so auch zur Vernetzung und dem Austausch innerhalb der Szene.

Das Protestjahr 2010 mit Dresden und dem 1. Mai in Berlin oder Erfurt war bis jetzt ein Erfolg und es konnte der Szene ihr größter Aufmarsch blockiert werden. Uns als AK ANTIFA DD ist bewusst, dass ohne die bundesweite Unterstützung dies nicht möglich gewesen wäre, über 100 Busse sind aus ganz Deutschland nach Dresden gekommen, mit Menschen die sich gegen Nazis auf die Straße gesetzt oder dezentral gegen Nazis protestiert haben. Deswegen fahren wir auch nach Gera.
Wir rufen dazu auf, sich an den Protesten zu beteiligen! Egal, ob ihr die Blockaden unterstützt oder euch an dezentralen Aktionen beteiligt. Zeigt, dass auch in Gera für Nazis kein Raum ist.

Aus Dresden wird es Busse geben und eine gemeinsame Anreise zur Vorabdemo am Freitag ist geplant.
Wir raten dringend davon ab, am Sa den 10.07 mit dem Zug nach Gera zu fahren, da die größte Anreise der Nazis über Züge geschehen soll und hinter dem Bahnhof, auf einem Baumarktparkplatz die Busanreis der Nazis sein wird und somit Klein- bis Großgruppen von Neonazis in diesem Gebiet unterwegs sein werden. (Auch in ganz Gera ist mit Nazigruppen zu rechnen!) Auch am Tag selbst solltet ihr in Gruppen unterwegs sein, um handlungsfähiger zu sein und euch vor Übergriffen besser schützen zu können.

Bildet Bezugsgruppen, sprecht euch über Aktionskonsens und eventuelle Situationen ab und tragt dazu bei, „Rock für Deutschland“ abzuschalten.

weitere Infos: Europas größtes Nazifest blockieren - mit Beteiligung aus Dresden

Anreise aus Dresden


Busanreise am Samstag, den 10.07. organisiert von DIE LINKE - Kontaktnummer: 0351/8583801 oder email an: Ulrich.Reinsch at dielinke-dresden.de (" at " mit @ ersetzen)

Für gemeinsame Anreise am Freitag einfach bei uns melden....
email: akantifa at riseup.net (" at " mit @ ersetzen)

Auswertung, Bericht und Fotos vom 1. Juli 2010 in Dresden - Gedenken an Marwa

03 Juli, 2010 00:52


Etwa 200 Menschen nahmen am 1. Juli jeweils an der Kundgebung vor dem Rathaus und an der anschließenden Demonstration zum Landgericht teil. Hier findet ihr die Auswertung bzw. Bericht des AK Antifa Dresden, Fotos und den Redebeitrag zu antimuslimischem Rassismus.

Transparent des AK Antifa - Rassisten morden, der Staat schiebt ab


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Kundgebung und Demonstration in Gedenken an Marwa El-Sherbini am 1. Juli

25 Juni, 2010 15:13


Am 1. Juli 2010 jährt sich zum ersten Mal der Todestag von Marwa El-Sherbini, die im Dresdner Landgericht von einem antimuslimischen Rassisten erstochen worden war. Vorangegangen waren Beleidigungen des NPD-Symphatisanten auf einem Spielplatz im Jahr 2008 gegen Marwa. Er hatte sie aufgrund ihres Kopftuches als „Islamistin“ und „Terroristin“ beschimpft. Ein Augenzeuge auf dem Spielplatz rief die Polizei, die Anzeige erstattete. Als der Täter deswegen einen Strafbefehl zugestellt bekam, unterstrich und begründete er seine Haltung - blanken Islamhass nennt es die TAZ - in einem Einspruch gegen den Strafbefehl.

In der Öffentlichkeit wurde der Mord als erster antimuslimischer Übergriff mit Todesfolge wahrgenommen. Häufig ist in diesem Zusammenhang auch von "Islamphobie" oder "Antiislamismus" die Rede. Letztere Begriffe sind jedoch weniger zur Beschreibung des Problems geeignet. Phobie wirkt verharmlosend und Antiislamismus wird auch von Muslimen verwendet, die sich gegen Islamismus positionieren.

Die Details des Mordes im Gerichtssaal machen die Tat nur noch erschütternder. So hat der dreijährige Sohn der schwangeren Marwa den Messerstichen auf seine Mutter zusehen müssen und ein herbeigerufener Polizist hat fälschlicherweise den Ehemann, der versuchte sie zu schützen, angeschossen. Hier stellt sich die Frage, warum der Polizist gerade ihn anschoss, der mit seinem südländischen Aussehen am ehesten dem Klischee des Ausländers entsprach? Die interne Ermittlung gegen den Polizisten wurde eingestellt und wer wie Dr. Sabine Schiffer immer noch nicht rassistische Motive des Polizisten ausschließt muss mit Klagen und Morddrohungen rechnen.

Eine unrühmliche Rolle spielte bei dem Fall auch die Dresdner Öffentlichkeit und die deutsche Medienlandschaft. Am Tag selbst wurde es nur als heftige Auseinandersetzung mit Todesfolge im Gericht in den deutschen Medien rezipiert. Schon am nächsten Tag wandte man sich wieder anderen Schlagzeilen zu und wollte zum business as usual übergehen. Erst nachdem in ägyptischen Medien über den Fall berichtet wurde und entsprechende Empörung in der islamischen Welt außenpolitische Verwicklungen andeutete, nahmen die Medien und die deutschen Politiker den Fall ernst und bemühten sich um Schadensbegrenzung. Einem von namhaften Dresdner Persönlichkeiten unterstützen Aufruf zu einer Gedenkkundgebung folgten einige Tausend Menschen, was für Dresdner Verhältnisse eine recht hohe Anteilnahme darstellt. Dennoch waren Beobachter mit westdeutschem Migrationshintergrund wie der bekennende FDP-Wähler Professor Wolfgang Donsbach von der TU Dresden aus ihrer Heimat stärkere Reaktionen gewöhnt, was ihn dazu veranlasste einen deutlichen und wie er hoffte aufrüttelnden offenen Brief an die Einwohner Dresdens zu schreiben. Diese hielten jedoch oft lieber entgegen, dass der Täter aus Russland kam, und demnach mit Deutschland und erst recht Dresden gar nichts zu tun hätte. Die NPD-Anhängerschaft des Täters, seine starke Identifikation mit Deutschland sowie seine antimuslimischen Äußerungen kamen erst nach und nach ans Licht der Öffentlichkeit und wurden mit dem abflauenden Medieninteresse immer weniger wahr genommen.

Am Ende steht die Verurteilung des Täters, Freisprüche für die Richter, die im Vorfeld trotz deutlicher Anzeichen den Ernst der Lage nicht erkannten und ein Freispruch von rassistisch motivierten Verhalten für den Polizisten, der in einer unklaren Situation vorsorglich erst einmal "den Südländer" über den Haufen schoss. Der Hintergrund der Tat wurde weitgehend verdrängt und über die gesellschaftlichen Ursachen wird schon lange nicht mehr diskutiert. Es liegt auch an uns, dass der Fall nicht einfach vergessen und die spätestens deshalb notwendigen gesellschaftlichen Debatten um antimuslimische Tendenzen in Deutschland und Europa nicht einfach unter den Teppich gekehrt werden. Deshalb rufen wir für den 1. Juli zum öffentlichen Gedenken an Marwa El-Sherbini auf.

Am 1. Juli 2010 findet um 17 Uhr auf dem Platz vor dem Rathaus eine Gedenkkundgebung statt. Anschließend wird es um 18 Uhr eine antifaschistische Demonstration geben. Im folgenden die Aufrufe dafür.

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Naziaufmarsch zum 17. Juni in Dresden gestört

18 Juni, 2010 18:56


Polizei und Ordnungsamt haben in Dresden zu ihrer alten Form zurückgefunden: Der Naziaufmarsch konnte dank ihres Engagements stattfinden. Doch die Nazis können außer dem Ablaufen ihrer Route auch keinen Erfolg verbuchen: Die GegendemonstrantInnen waren trotz kurzfristigen Aufrufs weit mehr und störten die Durchführung der Nazidemo erheblich. Bemerkenswert war dabei die Entschlossenheit und die Teilnahme vieler bürgerlicher GegendemonstrantInnen.

Hier findet ihr Fotos, den Bericht bzw. die Auswertung des AK Antifa Dresden, den Redebeitrag zum 17. Juni 1953 und Artikel der Tagespresse.
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Dresdner Nazis werden frech - Blockaden positiv diskutiert - Protest gegen Nazis am 17. Juni

16 Juni, 2010 20:52


Die Dresdner Naziszene scheint wieder aufleben zu wollen: seit längerem wurde mal wieder eine Veranstaltung gestört, bei der es indirekt um die Nazis ging - die Diskussion zu Blockaden, bezugnehmend auf den 13. Februar in Dresden. Zum geplanten Naziaufmarsch am 17.6. ist es daher enorm wichtig, Präsenz auf der Straße zu zeigen und die Versuche der Nazis im Keim zu ersticken. Das Kulturbüro Sachsen unterstützt den Protest in einer Erklärung (siehe ganz unten) und die Sächsische Zeitung berichtet darüber (weiter unten). In einem erfrischenden Kommentar zeigt sich ein gewandelter Peter Ufer von der Sächsischen Zeitung gar Blockaden zugeneigt.

Anläßlich des diesjährigen 13. Februars in Dresden wurde noch konstatiert, dass die Dresdner Neonaziszene deutlich an Schwungkraft verloren hat. Wie um das Gegenteil zu beweisen, entfalten die Nazis diese Woche hektische Aktivität.
Am 14.6.2010 störten bekannte Dresdner Nazis die Veranstaltung der SPD mit dem Titel "Blockade. Bürgertugend oder Straftat?". Es kam dabei sowohl zu körperliche Gewalt - duch den langjährigen Kader und Schläger Sven Hagendorf - wie auch die Anwendung der bekannten "Wortergreifungsstrategie" der Nazis. Einen Bericht von der Störung, gibt es bei addn.me unter dem Titel Nazis stören Vortrag am Altmarkt.
Bedenklich ist das bei der Störung zutage getretene spektrenübergreifende und altersübergreifende Zusammenwirken der Dresdner Nazis, wie sie auch bei der geplanten Nazidemo am 17.6. zu sehen ist, da NPD und "Freie" zusammen aufrufen.

Die Diskussionsveranstaltung zu den Blockaden verlief inhaltlich positiv. Herr Professor Vorländer hat sich für Blockaden, bzw. zivilen Ungehorsam als verfassungsimmanent und nicht als klassische Straftat ausgesprochen. Ziviler Ungehorsam könne auch in einer Demokratie rechtssystem-belebend und fortentwickelnd wirken. Merkmale zivilen Ungehorsams sind Gewaltfreiheit, keine prinzipielle Ablehnung von Demokratie oder FDGO, Gerichtetheit lediglich gegen einzelne Rechtsnormen und prinzipielle In-Kauf-Nahme von Strafe. Matthias Kubitz von der Gewerkschaft der Polizei konstatierte, dass bei massenhaftem zivilen Ungehorsam (nach obigen Voraussetzungen) der Polizei die Hände gebunden sind.

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17. Juni - Neonaziaufmarsch in Dresden verhindern!

11 Juni, 2010 12:59


Seit mindestens 2001 versuchen Dresdner Neonazis, am offiziellen Gedenken der Stadt auf dem Postplatz anläßlich des Jahrestages des Arbeiteraufstandes in der DDR teilzunehmen und darüberhinaus eigene Aktionen zu starten. Dieses Jahr kommt's ganz dicke: Die Nazis haben eine Demonstration angekündigt. Das hat es außerhalb des 13. Februars in Dresden lange nicht mehr gegeben. Daher heißt es umso mehr: Ein Erfolg der Nazis muss verhindert werden!

In der aktuellen Ausgabe des Blick nach Rechts erschien anläßlich der Nazidemo in Dresden und vor allem der Tatsache, dass NPD und Freie gemeinsam dazu aufrufen ein Artikel zur Dresdner Naziszene unter dem Titel Konfrontationskurs.

Treffpunkt zu Gegenaktivitäten:
Donnerstag, 17. Juni 2010, 17:00 Uhr, Postplatz

Für die Gegenproteste gibt es einen gemeinsamen Aufruf Dresdner AntifaschistInnen:
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10. Juli in Gera: Europas größtes Nazifest blockieren - mit Beteiligung aus Dresden

11 Juni, 2010 12:11


Die Antifaschistische Aktion Gera und weitere Gruppen und Bündnisse aus der Region haben sich in einem Vorbereitungskreis gegen das größte Nazifest Europas organisiert, welches unter dem Motto "Rock für Deutschland" jährlich in Gera stattfindet. Nach dem 13. Februar in Dresden handelt es sich dabei um das nächstgrößere Nazievent der europäischen Naziszene. Die Gegenaktivitäten orientieren sich auch am Bündnis Dresden-Nazifrei, welches durch die Bilanz- und Strategiekonferenz Ende Mai in Jena Einfluss auf Gera genommen hat. Einen subjektiven Bericht von der Konferenz findet ihr beim Infoladen Sabotnik aus Erfurt.

Eine Sonderseite der Antifaschistischen Aktion Gera ist unter www.nazifeste-abschalten.tk und das Bündnis ist unter der Website www.nazifeste-verhindern.de zu finden.
Ob Rock oder nicht ist Jacke wie Hose: Nazifeste verhindern!

Vortrag mit Menschen aus Gera in Dresden
am Dienstag, den 29.06. um 20 Uhr
im AZ Conni, Rudolf-Leonhard-Str. 39

Es ist eine gemeinsame Anreise aus Dresden geplant. Bitte meldet euch, wenn ihr dabeisein wollt, bzw. kommt auf die Veranstaltung!

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Was tun im Juni! Termine in Dresden

31 Mai, 2010 23:29


Zwei interessante Veranstaltungen, sowie Gegenaktivitäten gegen einen Naziaufmarsch und das Gedenken an den rassistischen und antiislamischen Mord an Marwa El-Sherbini sind in der nächsten Zeit aus antifaschistischer Sicht Pflichttermine in Dresden. Zum Naziaufmarsch, der möglicherweise nur eine Kundgebung ist, und dem Gedenken an Marwa El-Sherbini, welches momentan von einem Vorbereitungskreis um den Ausländerrat organisiert wird, werden weitere Informationen folgen.

In einer Diskussionsveranstaltung versucht die SPD ganz vorsichtig auszuloten, ob nun Blockaden am 13. Februar OK wären. Offenbar haben sie verpasst, dass dazu längst Tatsachen geschaffen wurden, mit entsprechendem, auch juristischen Know-How. Das Bündnis "Nazifrei - Dresden stellt sich quer" ist nicht offiziell eingeladen.



Vortrag zu den Strukturen und Aktionen der Tschechischen Antifa mit einem Aktivisten aus Prag
Samstag, 5. Juni 2010
19:00 Uhr im Infocafé des AZ Conni, Rudolf-Leonhard-Str.39


Diskussionsveranstaltung: Blockade. Bürgertugend oder Straftat?
Montag, 14. Juni 2010
18:30-21 Uhr im Haus an der Kreuzkirche, An der Kreuzkirche 6

Eingeladen hat die SPD und offizielle Mitdiskutanten sind Professor Hans Vorländer (TU Dresden, Politische Theorie und Ideengeschichte), Matthias Kubitz (Gewerkschaft der Polizei, Sachsen) und der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen (ASJ) Harald Baumann-Hasske. Schon die Ankündigung legt nahe, dass es nicht geplant ist, von einer Legalität der Blockaden auszugehen, obwohl diese Position auch von JuristInnen vertreten wird. Weiterhin seltsam ist die Nichtberücksichtigung des Bündnis "Nazifrei - Dresden stellt sich quer" bei Einladung und Wahl der offiziellen Diskutanten. Immerhin waren auch die Jusos an diesem Bündnis beteiligt.


Gegenaktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Dresden anläßlich des Arbeiteraufstandes am 17. Juni 1953
Donnerstag, 17. Juni 2010
17:30 Uhr am Postplatz
siehe auch Artikel auf addn.me


Gedenken an Marwa El-Sherbini, Opfer eines rassistischen und antiislamischen Mordes
Donnerstag, 1. Juli 2010
17 Uhr am Landgericht, Lothringer Str. 1 (Sachsenallee) neu: Rathausvorplatz

Offenes Antifatreffen mit dem AK Antifa zu den libertären Tagen

03 Mai, 2010 09:55


Am Donnerstag, den 6. Mai gestaltet der AK Antifa im Rahmen der Libertären Tage das Offene Antifa Treffen im AZ Conni auf der Rudolf-Leonhard-Str. 39. Beginn ist 20 Uhr.

Es wird ein aktueller Überblick über die Naziszene in Dresden gegeben, sowie der AK Antifa vorgestellt. Wir werden etwas zu unseren Anfängen und zum Selbstverständnis sagen, aber vor allem über unsere antifaschistische Arbeit sprechen, die wir mittlerweile mit vielen Schwerpunkten versehen. Damit wollen wir auch konkrete Vorstellungen davon geben, wie es möglich ist, sich einzubringen und Perspektiven für den Antifaschismus in Dresden aufzeigen.

Die libertären Tage unter dem Motto "Utopien entdecken - Von der Arbeit bis zur Befreiung", was auf den Zeitraum vom 1. bis zum 8. Mai verweist, werden vom libertären Netzwerk Dresden veranstaltet, von dem der AK Antifa ein Teil ist. Infos zu den Libertären Tagen gibt es auf dieser Website: utopienentdecken.blogsport.de

April-Rückblick: Erinnern an Jorge Gomondai und Victor Klemperer + Nachspiel zum Naziaufmarsch in Chemnitz

27 April, 2010 10:51


Am Dienstag, den 6. April 2010 fand die Gedenkdemonstration an den 1991 ermordeten Jorge Gomondai mit über 250 TeilnehmerInnen statt.
Bericht und Fotos auf Indymedia
Bericht und Fotos auf Addn.me

Demospitze der Jorge-Gomondai-Demo unter dem Motto: "Rassismus ist immer noch tödlich: Von Jorge bis Marwa - jetzt ist Schluss!"
Jorge Gomondai-Demonstration am 6. April 2010 in Dresden

In der gleichen Woche erinnert eine Sprühaktion des "A-Team Dresden Süd" an das Leiden des berühmten Professors Victor Klemperer zur Nazizeit in Dresden.
Bericht und Foto auf Indymedia

Mitte des Monats dann überraschte der Chemnitzer Staatsschutz eine Reihe von MitfahrerInnen des Dresdner Busses zum Naziaufmarsch am 5. März in Chemnitz mit der Mitteilung, sie hätten sich zum Fund von Pfeffergas bei einer Durchsuchung des Busses zu äußern. Das kommt jedoch nicht in Frage.
Bericht auf Indymedia

Aufruf zur Gomondai-Demonstration am 6. April 2010

25 März, 2010 20:27


Aufruf des AK Antifa im Libertären Netzwerk Dresden zur antirassistischen Demonstration in Gedenken an Jorge Gomondai am Dienstag, den 6. April 2010 um 18 Uhr, nach der Jorge Gomondai-Gedenkkundgebung auf dem Gomondai Platz um 17 Uhr.

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Antirademo am 6. April 2010: From Jorge to Marwa to ...? racism kills

24 März, 2010 22:30


Am Dienstag, den 6. April 2010 findet in Dresden eine antirassistische Demonstration in Gedenken an Jorge Gomondai statt. Jorge starb am 6. April 1991 an den Folgen eines Naziangriffs in Dresden. Neonazis hatten ihn in der Nähe des Albertplatz aus einer Straßenbahn gedrängt. An dieser Stelle befindet sich heute der Gomondai-Platz mit einem Gedenkstein. Dort findet seit der Einweihung 2007 die jährliche Gedenk-Kundgebung und in diesem Jahr anschließend wieder eine Antifademonstration statt. - Aufruf unter dem Motto: Rassismus ist immer noch tödlich: Von Jorge bis Marwa - jetzt ist Schluss!


Infoveranstaltung zur Demonstration


Mittwoch, 31.03.2010, 18.00 Uhr, AZ Conni, Rudolf-Leonhard-Str. 39
Themen: Worum geht es inhaltlich, was ist geplant, wie kann man sich noch einbringen?
vorgestellt vom AK Antifa, anschließend offene Runde mit BündnispartnerInnen


Gomondai-Gedenktag


Dienstag, 06.04.2010, 17.00 Uhr, Jorge-Gomondai-Platz
Gedenkstunde am Gomondai-Gedenkstein mit Reden und afrikanischer Musik
veranstaltet vom Vorbereitungskreis um den Ausländerrat

im Anschluss - 18.00 Uhr
Demonstration unter dem Motto: "Rassismus ist immer noch tödlich: Von Jorge bis Marwa - jetzt ist Schluss!" - Aufruf
veranstaltet von AK Antifa & friends


Dresdner Nachbereitung zum Naziaufmarsch in Chemnitz am 1. April

19 März, 2010 20:36


Nach der eher symbolisch erfolgreichen Blockade des Naziaufmarsch in Chemnitz am 5. März und dem polizeilichen Überengagement bezüglich des Dresdner Busses (Rückblick Naziaufmarsch in Chemnitz am 5. März 2010 - Routenverkürzung durch Blockade) wird es wie im Bus angekündigt ein Auswertungstreffen geben.

Das Nachbereitungstreffen findet am Donnerstag, den 1. April um 20 Uhr beim Offenen Antifa Treffen im AZ Conni auf der Rudolf-Leonhard-Straße 39 statt. Dabei wollen wir uns damit beschäftigen, was in Chemnitz, aber auch von Dresden aus besser gemacht werden kann und Möglichkeiten vorstellen, sich juristisch mit der Vorkontrolle auseinanderzusetzen. Insbesondere geht es um Widerspruch gegen die Identitäts-Feststellung.

Historikerkommission stellte Abschlussbericht vor

18 März, 2010 08:45


Gestern abend stellte die Dresdner Historikerkommission ihren Abschlussbericht zu den Untersuchungen um den 13. Februar in Dresden vor. Die Kommission war 2004 vom damaligen Dresdner Oberbürgermeister Ingolf Roßberg (FDP) einberufen worden, um angesichts der grassierenden Legenden um die Bombardierung Dresden am 13./14. Februar das Ganze auf eine wissenschaftlich fundierte Basis zu stellen.

Die Veranstaltung im Festsaal des Dresdner Rathaus vor etwa 200 Zuschauern brachte nicht viel Neues. Das Podium bestehend aus Mitgliedern der Historikerkommission Götz Bergander, Dr. Thomas Widera, Professor Rolf-Dieter Müller (Leiter der Kommission) und Matthias Neutzner sowie dem Kulturbürgermeister Ralf Lunau und Rathaussprecher Kai Schulz bestätigten im Wesentlichen die Ergebnisse des Zwischenberichts von Oktober 2008. Demnach sind 19.000 Bombentote namentlich nachgewiesen, insgesamt wird von maximal 25.000 Bombentoten ausgegangen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ausgeschlossen, dass Menschen im Feuersturm restlos verbrannt wären, ebenso liegen keine Tausende mehr verschüttet unter den Trümmern. Auch konnten Mythen wie eine von Flüchtlingen überfüllte Stadt, wie es noch im kurz vor dem 13. Februar durchgepeitschen neuen sächsischen Versammlungsgesetz heißt, nicht bestätigt werden. Trotz umfangreicher Nachforschungen gibt es nach wie vor keine Anhaltspunkte für die immer wieder erzählten Tieffliegergeschichten und diese werden von der Historikerkommission nahezu ausgeschlossen.

Tumulte unter den Zuschauern angesichts der Dekonstruktion des "singulären" Ereignisses der Bombardierung hat es diesmal nicht gegeben. Man ist offensichtlich langsam bereit, die historischen Fakten in Dresden anzunehmen. Der Kommentator von der Sächsischen Zeitung Peter Ufer nutzt wieder die Gelegenheit, um die in Sachsen so beliebte Extremismusschiene zu bedienen. Mit den jetzt vorgestellten Fakten wäre eine Basis geschaffen, um die Interpretationen rechter und linker Demagogen nicht mehr zuzulassen. Es ist richtig, dass es auch in der DDR einzelne Politiker gab, die mit überhöhten Totenzahlen den Mythos bedienten, dennoch war es eine erste Historikerkommission der DDR bzw. SED gewesen, die 1946, worauf Peter Ufer auch eigentlich hinweist, die Opferzahl vorgelegt hatte, welche gestern im Wesentlichen bestätigt wurde. Letztendlich hat sich gerade das konservative Lager in Dresden nicht gerade bei der Dekonstruktion der Mythen um die Bombardierung Dresdens hervorgetan. Statt stumpfer, konservativer Propaganda wäre etwas Selbstkritik und das alte Sprichwort "Wer im Glashaus sitzt..." sicher angebrachter gewesen.

Den Abschlussbericht und weitere Veröffentlichungen der Historikerkommission kann man sich auf der entsprechenden Unterseite der Stadt runterladen und durchlesen.

Anbei noch eine Dokumentation der Lokalpresse zum Thema
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Rückblick Naziaufmarsch in Chemnitz am 5. März 2010 - Routenverkürzung durch Blockade

07 März, 2010 18:26


Transparent des AK Antifa Dresden zum 5. März 2010 in ChemnitzErstmals waren es so viele: Über 700 Nazis marschierten am 5. März 2010 in Chemnitz anläßlich der Bombardierung der Stadt. Die Gegenaktivitäten hatten zwar durchaus Potential blieben aber eher symbolisch. Offenbar war bereits im Vorfeld eine Routenverkürzung wegen eine Blockade abgedealt worden, da im Internet bereits Karten mit einer recht kurzen und weitestgehend unattraktiven Route veröffentlicht worden waren, die die Nazis auch tatsächlich gelaufen sind. Das Bündnis "Chemnitz Nazifrei" mit der Oberbürgermeisterin hatte nach einer Spontandemo eine Blockade mit 1000 Menschen durchgeführt, um diese Route zu erzwingen.

Ausführlicher Bericht mit Fotos auf Indymedia von der langen Anfahrt des Dresdner Bus und dem kurzen aber intensiven Aufenthalt in Chemnitz oder hier im weiteren (ohne alle Fotos). Ein weiterer Bericht von Recherche Ost mit genaueren Informationen vom Naziaufmarsch und einer weiteren Naziveranstaltung im westsächsischen Limbach-Oberfrohna ist jetzt ebenfalls auf indymedia erschienen.

Danke nochmal an alle, die mit im Bus gefahren sind und für das solidarische Schokoladeteilen in Stau und Vorkontrolle!
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Sie kamen nicht durch

03 März, 2010 16:05


Das Magazin ak - analyse & kritik - zeitung für linke Debatte und Praxis hatte die Mobilisierung 2010 von Anfang an journalistisch begleitet. Ein erster Bericht über den erfolgreich verlaufenen Tag ist bereits erschienen, der an dieser Stelle dokumentiert ist. Weitere werden sicher folgen.

Bisherige Artikel:

Ein Ausgangspunkt - Antifa-Aktivitäten konnten Nazis in Dresden (noch) nicht stoppen
  (Nr. 537, Fels Antifa AG)

Wenn der Wind durch die Elbstadt pfeift - Warum Neonazis jedes Jahr in Dresden marschieren
  (Nr. 545, Maike Zimmermann)

Jedes Jahr im Februar: Dresden
  (Nr. 545, Bündnis No pasarán)

Entschlossen entgegentreten - gemeinsam blockieren!
  (Nr. 546, Interview mit Lena Roth vom Bündnis Nazifrei! - Dresden stellt sich quer)

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Gegen den Naziaufmarsch am 5. März in Chemnitz

25 Februar, 2010 07:39


+++ letzte Infos: Donnerstag, 4.3.2010, 20 Uhr, AZ Conni +++

+++ von der Seite chemnitz-nazifrei.de gibt es jetzt eine Übersichtskarte +++
+++ Infotelefon: 01578 19 19 159 - Ermittlungsausschuss: 0163 26 92 322 +++
+++ aktuelle Karte mit allen Routen von der AAK Chemnitz (Stand 4. März) +++

+++ die Nazis werden sich ab 17 Uhr am Hauptbahnhof sammeln und wollen um 18 Uhr ihren Aufmarsch beginnen (Stand 1. März) +++

Nicht nur zum alljährlichen Großaufmarsch in Dresden, auch in anderen Orten Deutschlands huldigt die rechtextreme Szene nunmehr seit Jahren einer verdrehten Geschichtsbetrachtung zum Zweiten Weltkrieg. Sie reduziert die kriegerischen Auseinandersetzungen gewöhnlich auf die Bombardements der Alliierten und geriert sich dabei als Anwalt der Bombentoten. Dahinter steckt die Absicht, die Kriegsschuld des NS-Regimes zu relativieren oder oft gleich ganz in Frage zu stellen.

Auch die industriell geprägte sächsische Großstadt Chemnitz wurde im Zuge der militärischen Zerschlagung Nazideutschlands Ziel alliierter Bombardierungen. Der größte Angriff fand in der Nacht vom 5. zum 6. März 1945 mit ca. 2100 Bombentoten statt. Ebenso wie in Dresden ist der Gedenkdiskurs in Chemnitz vor allem durch die Schlagworte „Frieden“ und „Versöhnung“ geprägt, während die Ursachen, die breite Unterstützung des Nationalsozialismus durch die deutsche Bevölkerung, oft in den Hintergrund treten.

Natürlich versuchen auch hier die Nazis auf den Zug aufzuspringen bzw. das einzig wahre Gedenken an die Opfer der Bombardierung für sich zu reklamieren. Schon vor 2009 führte bereits der Chemnitzer Rechtspopulist Martin Kohlmann mehrere Jahre zusammen mit 15-20 Anhängern kleinere Veranstaltungen durch, die allerdings wenig Beachtung fanden. Im Jahr 2009 arbeitete Kohlmann offen mit NPD und Nazis des sogenannten Freien Netz Chemnitz zusammen und meldete eine Demonstration an, die vor dem soziokulturellen Projekt Reitbahnstraße 84 endete. An dieser nahmen etwa 300 Nazis teil. Die Abschlußkundgebung konnte zumindest akustisch erfolgreich gestört werden, überschattet wurde das Ganze aber von einem unverhältnismäßigem, gegen AntifaschistInnen gerichteten Polizeieinsatz. Bei der Räumung einer Straßenseite - für die Nazis - wurden mehrere Personen verletzt, unter anderem eine brutal zu Boden geprügelt. Auch lange nachdem die Nazis wieder abgezogen waren, wurden die Personen vor der Reitbahnstraße 84 Ziel von zum Teil gewaltätigen polizeilichen Repressalien.

In diesem Jahr hat die NPD angekündigt, einen Aufmarsch durchzuführen. Nach dem misslungenen Großaufmarsch am 13. Februar in Dresden, ist mit einem mindestens ebenso großem Aufmarsch wie im letzten Jahr in Chemnitz zu rechnen. Martin Kohlmann will an anderer Stelle ebenfalls aktiv werden.

Wir rufen dazu auf, sich am 5.3. an den Protesten in Chemnitz zu beteiligen und den Nazis auch diesen Aufmarsch zu nehmen.

Kein Ort für die Verdrehung der Geschichte!



Aus Dresden wird es dieses Jahr einen Bus zu den Gegenaktivitäten in Chemnitz geben. Wer mitfahren will, kann sich mit uns per mail in Verbindung setzen.

+++ aktuelle Infos +++

Der Naziaufmarsch sollte dieses Jahr am Hauptbahnhof beginnen, wurde aber bisher verboten. Vor den Gerichten wird das Verbot vermutlich nicht halten. Am Hauptbahnhof hat dieses Jahr jedoch bereits die Antifaschistische Aktion Karl-Marx-Stadt eine Demonstration gegen jedes Gedenken angemeldet. Der Naziaufmarsch wird also eher an anderer Stelle beginnen. Weitere Aktionen und Anmeldungen gibt es vom soziokulturellen Zentrum Reitbahnstraße 84, dem Friedenstag Chemnitz, dem Chemnitzer Bündnis für "Frieden und Toleranz - Kein Platz für Nazis", dem DGB und der Roten Hochschulgruppe.

+++ update 26.02. +++

Das Verwaltungsgericht hat entschieden, dass der Naziaufmarsch stattfinden darf. Die Stadt könnte jetzt noch vor das Oberverwaltungsgericht ziehen, welches aber vermutlich prinzipiell diese Entscheidung bestätigen wird.


"Schadensbericht" - Bilanz der Angriffe von Nazis und Polizeiaktionen für Linke und alternative Projekte

19 Februar, 2010 00:30


Update: Statistik der DemosanitäterInnen

Aufgrund der Vielzahl von Vorkommnissen und der entsprechenden Gerüchte dazu, haben wir uns die Zeit genommen, allen Vorfällen auf den Grund zu gehen und eine Auflistung darüber zu erstellen. Wir hoffen, damit die zahllosen Nachfragen zu diesen Themen beantworten zu können.

Darüberhinaus zeigt die Auflistung, mit welchen Mitteln die Nazis bereits vor dem 13. begonnen haben ihre Rache zu üben und gibt einen Ausblick auf die zu erwartenden weiteren Angriffe. Denn es ist zu befürchten, dass die Liste mit dem Brandanschlag in der Nacht zum 18.2. in Pirna nicht zu Ende sein wird.
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Naziaufmarsch verhindert

14 Februar, 2010 09:49


Der bisher größte regelmäßige Naziaufmarsch in Dresden wurde dieses Jahr am 13. Februar nicht nur ernsthaft gestört, sondern gleich komplett verhindert. Etwa 12.000 Menschen protestierten und blockierten in vielfältiger Form. Viele harrten stundenlang in der Kälte an den Blockaden aus, einige wurden bei den Temperaturen gar von Wasserwerfern durchnässt und am Ende waren wir siegreich. Wir danken allen, die sich in irgendeiner Form beteiligten, insbesondere den aus ganz Deutschland angereisten UnterstützerInnen, ihr wart großartig!

Bericht zum Ablauf des Tages: auf Indymedia


So sehen SiegerInnen aus!




aufgelöste Blockade Hansastraße auf dem Weg zur Siegesdemo am Albertplatz

“Nazifrei”-Blockaden erfolgreich: Aufmarsch verhindert | Danke! Thank You! Dank je wel! Tak! Děkuji! Dziękuję! Gracias! Merci! Cпасибо!

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